Caffier macht Atomtransporte zur geheimen Kommandosache
Nach Recherchen der Ostsee-Zeitung wurden über den Rostocker Seehafen Atom-Materialien für Kernkraftwerke in ganz Europa verschifft. „Nach meiner Kenntnis war noch nicht einmal innerhalb der Landesregierung bekannt, in welchen Größenordnungen dies geschieht", kritisierte Jürgen Suhr, Landesvorsitzende der Bündnisgrünen den Innenminister „Selbst der Verkehrsminister war meines Wissens nach nicht informiert. Offensichtlich sind die Vorgänge so brisant, dass Herr Caffier daraus eine geheime Kommandosache macht!"
Suhr kündigte an, dass die Bündnisgrünen alle erforderlichen Aktivitäten ergreifen würden, um die Atomtransporte zu stoppen. „Der Seehafen ist in städtischer Hand, wir haben also einen direkten Einfluss darauf, was dort geschieht. Dies gilt auch für die Hafen- und Entwicklungsgesellschaft Rostock, an der die Hansestadt Rostock zu 75 Prozent und das Land Mecklenburg-Vorpommern zu 25 Prozent beteiligt ist." Der grüne Landesvorsitzende verwies darauf, dass die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock bereits den Beschluss gefasst habe, Atommüll und hochradioaktive Stoffe nicht über den Seehafen zu verschiffen. „Dies kannohne weiteres auch auf das Atommaterial und die Brennelemente ausgeweitet werden, die derzeit noch über den Rostocker Seehafen laufen", so Suhr abschließend.

