Endlagersuche muss transparent und sachlich betrieben werden
"Wir kommen um ein Endlager nicht herum, soviel ist klar. Die Benennung geologisch geeigneter Standorte ist dazu nur ein erster Schritt, den wir allerdings mit Aufmerksamkeit verfolgen. Jetzt müssen fachliche Kriterien für eine Standortauswahl bestimmt und dann ein Auswahlverfahren in Gang gesetzt werden, das maximale Transparenz und eine möglichst frühe Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht.
Dabei müssen insbesondere die südlichen Bundesländer ihre bisherige Blockade aufgeben. Es wäre aber unredlich, nunmehr Standorte in Norddeutschland grundsätzlich auszuschließen. Immerhin geht es um eine Lösung, die für bis zu einer Million Jahre sicher sein soll. Dafür muss der am besten geeignete und sicherste Standort gefunden werden, wo auch immer das ist. Das wird keine leichte Entscheidung, deshalb darf niemals der Eindruck entstehen, die Entscheidung werde in Hinterzimmern verhandelt.
Nur wenn der Weg zu einer Entscheidung Bürgerinnen und Bürger einbezieht sowie jederzeit nachvollziehbar und begründet ist, wird die Bevölkerung diese am Ende akzeptieren. Die Entscheidung für Gorleben wurde gegen fachliche Bedenken und gegen die Bevölkerung getroffen. Deshalb ist dieser Standort für uns aus dem Rennen."

