Hochschule ist so nicht zu machen
„Der Unmut der Schülerinnen, Schüler und Studierenden ist allzu verständlich“, konstatiert Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN M-V. „Der Koalitionsvertrag der neuen/alten Landesregierung zeigt erneut keinerlei Ehrgeiz, die unhaltbare Unterfinanzierung des Bildungssystems zu beenden.“
Am 17. November findet im Rahmen des Internationalen Tages der Studenten der bundesweite Bildungsstreik statt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind zahlreiche Aktionen geplant. Kürzungen im Hochschulbereich, fehlende Mittel für Ganztagsschulen, kein Engagement für das gemeinsame Lernen – das sind u.a. Gründe für die rund 40.000 Studierenden in M-V zu zeigen, dass sich etwas ändern muss. Probleme gibt es während des Studiums genügend: Wohnungsnot, hohe Mieten in Studentenheimen, überfüllte Hörsäle, zu wenige Lehrkräfte, zu viele Studenten kommen auf einen Dozenten. Auch die Umstellung auf die Bachelor/Master-Studiengänge bringt ein hohes Stresspensum mit sich. Schülerinnen und Schüler bemängeln zu Recht soziale Diskriminierung im Schulsystem, häufigen Unterrichtsausfall, unzureichende Räumlichkeiten, große Klassen und fehlendes Engagement für notwendige Reformen des Unterrichts und der Schulstruktur.
„Es bestätigen sich unsere Befürchtungen, dass es mit dem Bildungssystem in M-V so weiter geht wie bisher“, resümiert Andreas Katz. „Auch Minister Brodkorb wird erfahren müssen, dass Schule und Hochschule so nicht zu machen sind. Die angekündigten Gespräche mit allen Betroffenen sind nutzlos, wenn sie kein Ziel haben. Keine Idee und kein Geld, diese umzusetzen – das sind sehr schlechte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungspolitik.“

