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Donnerstag, den 27. Oktober 2011, Gruene-LV

Keine weitere Förderung von Massentierhaltung

Anlässlich der Agrarministerkonferenz fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in M-V den Ausstieg aus der industriellen Tierhaltung

Foto: Grüne, Sachsen; CC BY-NC-ND 2.0

dazu erklärt Claudia Schulz, Mitglied des Landesvorstands und agrarpolitische Expertin:

„Während die Agrarministerkonferenz in Suhl über die Käfighaltung von Legehennen diskutiert und sich empört gibt, bleibt Mecklenburg-Vorpommern Spitze im Ausbau der Massentierhaltung, wie die Genehmigung der Hähnchenmastanlagen in Neu Daberkow erneut zeigt. Es ist unverantwortlich, dass der Landwirtschaftsminister nach wie vor die Ansiedlung industrieller Massentierhaltungsanlagen unterstützt. Man kann nicht auf der einen Seite eine nachhaltige, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft im Koalitionsvertrag festschreiben und gleichzeitig die Tür für Investoren solcher Massenanlagen weit öffnen. Seit Jahren legt die Landesregierung einschlägige Vorschriften einseitig zum Vorteil der Investoren von industriellen Mastanlagen aus. Als maßgeblicher Gesellschafter der Landgesellschaft M-V übernimmt das Land sogar die Planungen für derartige Anlagen, wie beispielsweise der Fall Alt Tellin zeigt.“

Ein gutes Beispiel für widersprüchliche Politik dieser Art war vor etwa einem Jahr die Genehmigung des Ausbaus der umstrittenen Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin. Die Aussage „keine generelle Abschaffung des Bauens im Außenbereich“ im Koalitionsvertrag lässt vermuten, dass die neue Landesregierung Änderungen des Bundesbaugesetzes, die die Errichtung industriell landwirtschaftlicher Anlagen im Außenbereich deutlicher einschränken könnten, nicht zustimmen wird.

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