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Freitag, den 09. März 2012, Pressemitteilung, Umwelt, Energie und Verkehr, Wirtschaft und Arbeit

Aus Fukushima lernen

Ein Jahr nach Fukushima gedenken die Grünen am Wochenende bei Mahnwachen der Opfer. Landesvorsitzender Katz fordert zugleich, die Energiewende in MV voranzutreiben und Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima gedenken die GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Wochenende bei Mahnwachen der mehr als 16.000 Opfer von Erdbeben, Tsunami und Super-GAU. Mit den Veranstaltungen in Barth, Lubmin, Neubrandenburg und Wismar soll außerdem für den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien demonstriert werden.

„Angesichts der Blockadehaltung der schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin, wie sie sich in der Kürzung der Solarförderung und der geplanten Aushebelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zeigt, muss die Landesregierung die Energiewende in MV umso entschlossener vorantreiben,“ fordert Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dies habe unbedingt im Dialog mit den Menschen vor Ort zu geschehen.

Fehlentwicklungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien müssten gestoppt werden: „Die regionale Vermaisung der Landschaft, die wir in Mecklenburg-Vorpommern beobachten, schadet Natur und Umwelt. Wir stehen dazu, dass Biogasanlagen wichtige Energieproduzenten sind und erheblich zur regionalen Wertschöpfung beitragen können. Wir fordern aber, stärker auf die Nutzung von Reststoffen wie Mist oder Grünschnitt sowie alternative Energiepflanzen zu setzen,“ so Katz. Die Landesregierung sei in der Pflicht, hier schnell regulierend einzugreifen.

Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien seien die Energieeinsparung und mehr Energieeffizienz zwei wichtige Säulen der Energiewende: „Hier hat das Land erheblichen Nachholebedarf. Es braucht endlich verbindliche Klimaschutzstandards z.B. für Fahrzeuge und Gebäude der Landesverwaltung sowie für die Förderung von Bauvorhaben Dritter.“ Auch müsse der Klimaschutz in der Landesbauordnung verankert werden, Katz weiter.

Wenn MV die Potenziale der Energiewende für Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsmarkt nutzen wolle, sei es höchste Zeit, dass sich auch im Bildungssektor etwas tue: „Beim Angebot an Aus- und Weiterbildungen für Berufe in der Erneuerbare-Energien-Branche hinkt Mecklenburg-Vorpommern weit hinter anderen Bundesländern her. Bei Studiengängen sieht es ähnlich düster aus. Mir ist schleierhaft, wie das Land ohne Wissenschaftler und Fachkräfte die vielfach beschworene Vorreiterrolle bei den erneuerbaren Energien ausfüllen will,“ kritisiert Katz.

Dateien:
fileadmin/user_upload/aktuelles/120309_PI_GrueneMV_Fukushima.pdf157 K
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