Aktiv gegen Rassismus und Intoleranz
"Die rassistische Mordserie der rechtsextremistischen NSU in Deutschland, das Massaker von Oslo und Utöya und jetzt der tödliche Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse erschüttern zutiefst", sagt Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern.
"Diese beispiellosen Gräueltaten sind aber nur die Spitze des Eisberges rassistischer Gewalt und Diskriminierung in Europa ", gibt Katz zu bedenken. "Der Internationale Tag gegen Rassismus sollte deshalb für jede bzw. jeden von uns ein aktueller Anlass sein, das ureigene Engagement für Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Religionen und Lebensweisen zu überprüfen." Die Politik müsse an diesem Tag mit sich ins Gericht gehen, ob sie ausreichende Rahmenbedingungen für einen aktiven Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus, Gewalt und Intoleranz geschaffen habe.
"Ob in Politik, Kita, Schule, Unternehmen, Kirche, Verein oder Nachbarschaft: Wir alle müssen darauf achten, dass wir dem Anderen und Fremden mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen - und das auch von unseren Mitmenschen einfordern," betont Katz.
Niemand dürfe wegen seines Andersseins abgewertet und ausgegrenzt werden: "Das ist vor allem eine zentrale Aufgabe von Bildung und Erziehung. Das Ziel muss sein, dass insbesondere Kinder und Jugendliche sich die eigene und ganz persönliche Kultur und Geschichte selbstbewusst, aber ohne Überheblichkeit zu eigen zu machen. Wer sich dann unvoreingenommen gegenüber dem Fremden öffnen kann, wird das als ungeheure Bereicherung des eigenen Lebens erfahren und Wege zu einem friedlichen und gerechten Zusammenleben aller Kulturen suchen."
Internationaler Tag gegen Rassismus
Der Internationale Tag gegen Rassismus wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Er erinnert an die Opfer des Massakers von Sharpeville (Südafrika) am 21.3.1960, bei dem 69 schwarze Apartheidgegner von der Polizei erschossen wurden.
In Deutschland hat in diesem Jahr die Türkische Gemeinde aufgerufen, bundesweit unter dem Motto "5 vor 12. Handeln. Jetzt." mit vielen dezentralen Aktionen Zeichen gegen Intoleranz und Gewalt zu setzen.


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Ein kleiner Schritt, schon die Kleinsten mit dem Thema vertraut zu machen!