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Donnerstag, den 05. April 2012, Pressemitteilung, Agrar und Verbraucher

Nur ein Ei ohne Drei!

Bunte Ostereier stammen oft aus Käfighaltung

Käfigei. Foto: uschi dreiucker|pixelio.de

uschi dreiucker|pixelio.de

Bunte Ostereier in den Supermärkten stimmen Verbraucherinnen und Verbraucher seit Wochen auf Ostern ein. Doch Vorsicht! Die fröhlich anmutenden Eier stammen häufig aus Käfighaltung, bei der Hühner unter beengten, teils grausamen Bedingungen vor sich hin vegetieren müssen:

"Gekochte und gefärbte Ostereier gelten als 'verarbeitet'. Das heißt, dass nicht gekennzeichnet werden muss, ob das Ei z.B. aus Freiland- oder Käfighaltung stammt. Wir raten Verbrauchern daher, kennzeichnungspflichtige Frischeier zu kaufen und sie selber einzufärben", erklärt Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern.

"Die Käfighaltung von Hühnern ist Tierquälerei", ist Katz überzeugt. "Die Bündnisgrünen setzen sich deshalb für ein schnelles Verbot ein und fordern eine verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung für alle Lebensmittel."

Wer wissen wolle, aus welcher Haltung ein frisches Ei stamme, so Katz, müsse auf die erste Zahl des Eierstempels achten. Die Null stehe für ökologische Haltung und Biofutter, eine Eins für Freiland- und eine Zwei für Bodenhaltung. Ein "Ei mit Drei" komme hingegen von einem Huhn in Käfighaltung.

Ende 2011 lebten nach Angaben des BUND in Deutschland mehr als 5,6 Millionen Hühner beengt in sogenannten Kleingruppenkäfigen. Die Mindestfläche für ein Huhn beträgt hier lediglich 800 cm². Das entspricht anderthalb DIN A4-Blättern. Hinzu kommt bei größeren Gruppen je Henne eine Nistfläche von der Größe eines Bierdeckels.

In der Europäischen Union ist die Käfighaltung von Hühnern eigentlich seit Januar 2012 verboten. In Deutschland hat der Bundesrat im März 2012 das Ende der Kleingruppenhaltung in Käfigen beschlossen. Demnach sollen neue Käfige nicht mehr genehmigt werden. Während die Bundesländer eine Schließung bestehender Anlagen bis 2023 fordern, will Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner Betrieben eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2035 gewähren.

Dateien:
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