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Dienstag, den 01. November 2011, Pressemitteilung

Auf das Prinzip Hoffnung ist kein Verlass

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern mehr Sicherheit beim Asbest-Transport zur Deponie Ihlenberg

Foto: nickcalyx

„Der Transport ist nicht nur unsinnig, weil die Asbestlagerung hier keinen Deut sicherer sein wird als am jetzigen Lagerplatz, er ist auch unverantwortlich“, betont Andreas Katz, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Wer garantiert, dass beim Aufladen in Wunstorf, während des Transports oder beim Abkippen hier auf der Deponie Ihlenberg keine Unfälle passieren? Die Folgen wären doch gar nicht abzusehen.“

Nicht nur BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zweifeln die Sicherheit des bevorstehenden Transports der über 140.000 Tonnen Asbestzementschlamm vom niedersächsischen Wunstorf/Luthe zur Deponie Ihlenberg an. Ab dem 7. November sollen täglich etwa 40 LKWs rund 1000 Tonnen des giftigen Mülls nach Mecklenburg-Vorpommern umlagern.  „Die Sicherheitsvorkehrungen für diesen Transport sind absolut unzureichend“, so Haat-Hedlef Uilderks von der Bürgerinitiative „Stoppt die Deponie Schönberg e.V.“ „Es ist so, dass durch das Senken des Sicherheitsniveaus der Entsorgungspreis so gedrückt wird, dass sich diese Aktion überhaupt lohnt.“ Statt der vorgeschriebenen Behälter zur Vermeidung von Faseremission, so genannte Big Bags, wird der Asbestzementschlamm nur angefeuchtet, mit Hartschaum bedeckt und einer Plane überzogen. Immer mehr Anwohner, Initiativen und auch Experten lassen verlauten, dass sie Angst haben. „Was vollkommen verständlich ist“, so das Fazit von Andreas Katz. „Sich einfach darauf zu verlassen, dass schon alles glatt läuft, ist blauäugig. Es sind immerhin 250 km von Wunstorf bis zur Deponie Ihlenberg. Unfälle können da immer und überall passieren. Das läuft alles ein bisschen zu sehr nach dem Prinzip Hoffnung ab. Eine solche Menge Asbest in Bewegung zu bringen, bleibt ein unverantwortliches Wagnis auf Kosten zuerst der direkt beteiligten Mitarbeiter und dann der Menschen in der Umgebung eines möglichen Unfalls.“

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