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Donnerstag, den 06. Januar 2011, Pressemitteilung, Agrar und Verbraucher, Gruene-LV

Dioxin-Skandal: Jetzt ist Transparenz nötig

Wir fordern die Landesregierung auf, umfassende Transparenz zu schaffen und die Namen der betroffenen Mastbetriebe zu veröffentlichen.

Jürgen Suhr, Landesvorsitzender

Jürgen Suhr, Landesvorsitzender

"Die Menschen in unserem Land brauchen eine umfassende Information darüber, wo sie möglicherweise Produkte erwerben, die dioxinbelastet sein könnten", sagte Jürgen Suhr, Landesvorsitzender der Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern.

"Auch wenn Minister Backhaus die aktuellen Dioxinbelastungen nicht für akut gesundheitsgefährdend hält, so ist die wiederholte Belastung der Gesundheit der Verbraucher über die Quelle tierischer Produkte mit Dioxinen absolut nicht zu akzeptieren. Herr Backhaus sollte hier nicht verharmlosen. Wir fordern daher, dass Produkte und Hersteller, die vom aktuellen Dioxinskandal betroffen sind, auch in Mecklenburg-Vorpommern sofort bekanntgegeben werden." Nach Auffassung der Bündnisgrünen zeigt der aktuelle Dioxinskandal, welche Risiken die Massentierhaltung birgt und dass die Landesregierung falsche Prioritäten setzt. "Eine Lebensmittelerzeugung, die vor allem auf eine Kostenoptimierung und auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, wird dauerhaft keine sicheren, qualitätsvollen Lebensmittel herstellen können", so Suhr.

"Minister Till Backhaus (SPD) hat in Mecklenburg-Vorpommern Massentierhaltungsanlagen immer wieder öffentlich befürwortet. Er muss sich angesichts des aktuellen Skandals fragen lassen, ob dies richtig ist und warum die Landesregierung nicht konsequenter auf Biolandbau und artgerechte Tierhaltung setzt."

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