Grüne Agrarwende ist notwendig
„Wir fordern eine Landes-Agrar-Strategie, mit verbindlichen Vorgaben zu Mindest-Fruchtfolge, zum Eiweißpflanzen-Anbau und zu ökologischen Vorrangflächen wie Hecken, Sölle oder Blühstreifen auf mindestens zehn Prozent jeder Betriebsfläche“, sagt Claudia Schulz, Agrarexpertin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ein zentraler Ansatzpunkt sei dabei die Förderung der Naturschutz-Beratung der Betriebe.
„Die weitgehend industrialisierte Landwirtschaft führt derzeit zu einem dramatischen Schwund von Tier- und Pflanzenarten der offenen Kulturlandschaft – der Verlust der Biodiversität setzt sich vor unseren Augen ungehindert fort", führt sie aus. Als wirksame Sofort-Maßnahme fordern die Bündnisgrünen die Auflage und Bewerbung von Förderprogrammen in Form von biodiversitätssteigernden Agrarumweltmaßnahmen für Äcker. Längerfristig sei eine Umstellung der jetzigen EU-Agrarsubventionen nötig: Nur wer einen Beitrag zur Erreichung gesellschaftlich gewünschter Ziele, wie zum Beispiel Naturschutz leiste, solle auch öffentliche finanzielle Mittel aus der EU-Agrar-Förderung erhalten, so die Grünen.
„Bislang habe die Landesregierung hauptsächlich bewiesen, dass es an Durchsetzungswillen mangele. Die bisher oft kleinteiligen und symbolischen Maßnahmen helfen unserem Land nicht weiter. ", so Schulz abschließend.

