Grüne fordern Entsiegelungsprogramm
"Es reicht nicht, die Überschwemmungen zu beklagen. Unser Bundesland ist Spitzenreiter beim Versiegeln. Der Flächenverbrauch muss daher reduziert werden.“, so Jürgen Suhr.
Es sei definitiv falsch, die Starkregen wie Minister Backhaus als einmaliges Extremereignis zu verharmlosen. „Starkregen und Überschwemmungen werden in Zukunft auf Grund des Klimawandels zunehmen. Darauf muss sich das Land aktiv vorbereiten“, forderte Suhr.
Trotz des Bevölkerungsrückgangs habe der Flächenverbrauch seit 1992 um fast 30 Prozent zugenommen. Statt weiter die Versiegelung von Flächen zu fördern, müsse die Landesregierung daher ein Entsiegelungsprogramm auflegen und dem Flächenverbrauch aktiv entgegentreten.
Ein ausgeglichenes Flächensaldo bei öffentlich geförderten Projekten sei notwendig, so die Grünen. So würden Anreize geschaffen, ungenutzte versiegelte Flächen zu entsiegeln.So könnten zum Beispiel Industrie- und Gewerbebrachen oder ungenutzte, versiegelte ehemalige LPG-Flächen entsiegelt werden oder die Versiegelungsquote durch die Verwendung von wassergebundenen Decken als Wegeoberfläche minimiert werden.

