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Freitag, den 29. Juli 2011, Pressemitteilung, Umwelt, Energie und Verkehr, Agrar und Verbraucher, Silke Gajek

Grüne kritisieren die zurückhaltende Politik in Fragen bleifreier Munition

Eine Studie gibt grünes Licht für bleifreie Munition – nur Umweltminister Till Backhaus sträubt sich weiterhin vehement gegen die Einführung eines Verbotes für die bleihaltige Jagd.

Foto: by lloydi @flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Nach Ansicht vonBündnis 90/Die Grünen ist Minister Backhaus in der Pflicht endlich den Tier- und Verbraucherschutz ernst zu nehmen und sich für einentsprechendes Jagdverbot mit bleihaltigen Geschossen auszusprechen. "Es kann nicht sein, dass Backhaus eine weitere Studie abwarten will. Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass beispielsweise die Hälfte aller tot aufgefundenen Seeadler elendig an bleihaltiger Munition zu Grunde geht", sagt die Bündnisgrüne Spitzenkandidatin Silke Gajek. "Wildfleisch ist eine attraktive und gesunde Alternative zu in Massentierhaltung erzeugtem Fleisch."

Dabei sei gestreute und bleihaltige Munition im Fleisch kein Verkaufsargument und sollte daher auch vom Verbraucher kritisch gesehen werden. "Das längst wiederlegte und veraltete Argument aus dem Landwirtschaftsministerium für bleihaltige Munition muss endlich auch Minister Backhaus auf den Prüfstand heben, denn Blei ist ein Nervengift und für Mensch und Tier gefährlich", erklärt Gajek. "Eine Kontamination des Erdreichs durch bleihaltige Munition in der freien Natur oder an Schießständen ist für die Bündnisgrünen nicht akzeptabel. Die Landesregierung sollte hier allen Hinweisen genau nachgehen, um eine Verunreinigung des Trinkwassers oder auch eine Gefährdung der Wildtiere zu verhindern."

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Kommentare
Horst, 22.02.12 13:08:
Hallo.
Seit Jahrzehnten war es übliche Praxis, den sogenannten Aufbruch (für Nichtjäger: die Innereien) extra sichtbar auszulegen. Und zwar auf ausdrücklichen Wunsch von Vogelschützern. Die Bestände der Seeadler sind dadurch massiv gestiegen.
Trotz der angeblichen, aber nicht bewiesenen Vergiftung durch Geschossreste.

Übrigens unterliegt der Seeadler, wie auch alle anderen Greife dem Jagdrecht, was der beste Schutz überhaupt ist.

Das mit dem Verbot von bleihaltiger Munition ist in meinen Augen nur ein Vorwand und Salamitaktik:

Heute ist es diese Munition, morgen dann vielleicht ein zu langes Messer, übermorgen dann eventuell das Jagdauto.
Das Fernziel ist die Abschaffung der Jagd in Deutschland.

Das völlig seiner natürlichen Umwelt entfremdete in einer Betonwüste aufgewachsene Lieschen Müller aus der (westdeutschen) Großstadt glaubt natürlich an das Märchen vom bösen Jäger, das ihr die Grünen und andere "Naturschützer" da erzählen.

Weit und breit die Einzigen, die für Naturschutz freiwillig viel privates Geld bezahlen, sind übrigens Jäger.

Nur mal so als Info.
Bodo, 16.02.12 07:08:
Tippfehler: Ich meinte natürlich bleihaltige Munition.
Bodo, 06.02.12 13:28:
Sicherlich werden diese Zeilen sofort wieder gelöscht, weil sie nicht in ihr Weltbild passen.

Der wahre Vogelmörder ist doch nicht die bleifreie Munition der Jäger. 10 Adler im Jahr. Ich bitte Sie. Das geht in der natürlichen Mortalität völlig unter.

Windkraftanlagen erschlagen jedes Jahr zehntausende streng geschützter Vögel.

Der ausufernde Massentourismus in MV als Landplage ist das wahre Problem für den Seeadler. Nirgendwo ist mehr Ruhe für diese überaus scheuen Vögel.
Überall sind Touristen. Kein See ist verschont. Die Nationlparks sind zu Disneyparks verkommen. Da werden Millionen von Leuten Jahr für Jahr durchgeschleust. Von Naturschutz keine Spur.

Aber die Grünen werden diese Tatsachen wieder mal ignorieren, weil WKA's und Tourismus heilige Kühe sind.

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