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Dienstag, den 01. Februar 2011, Pressemitteilung, Agrar und Verbraucher, Gruene-LV

Grüne setzen Widerstand gegen Genkartoffel-Anbau fort

Die Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern werden ihren Widerstand gegen die Agrogentechnik fortsetzen.

"Natürlich begrüßen wir, dass die BASF auf den politischen und öffentlichen Druck reagiert und den Amflora-Anbau in Mecklenburg-Vorpommern für ein Jahr aussetzt", sagte der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Jürgen Suhr: "Aber wir lassen uns nicht täuschen. Die Auseinandersetzung ist noch nicht gewonnen. Jetzt probiert die BASF aus, ob es in Sachsen-Anhalt ähnlich großen Widerstand gibt und wer weiß, ob wir uns nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nicht doch wieder damit auseinandersetzen müssen, dass unser Bundesland für gentechnische Experimente mißbraucht werden soll."

Suhr betonte, dass das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger immens wichtig gewesen sei: "Ohne diesen engagierten Widerstand würde Mecklenburg-Vorpommern zum agrogentechnischen Experimentierfeld der Republik werden. Dies wollen und werden wir gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern verhindern!" Es sei bemerkenswert, dass die BASF einräume, der "Druck" auf den Landwirt, etwa von Kunden und Umweltschützern, sei "zu groß" gewesen. "Die BASF sollte sich keine Illusionen machen. In Sachsen-Anhalt wartet ein ebenso großer Widerstand gegen die Gentechnikpläne", betonte Suhr: "Die Menschen dort können mit unserer Unterstützung rechnen, denn Gentechnik macht nicht an Landesgrenzen halt."

Die Grünen fordern eine klare Linie zur Gentechnik in der Landwirtschaft. Hier sollten auch CDU und FDP endlich den Schutz der Verbraucher und der Landwirtschaft in den Vordergrund stellen statt sich den Profitinteressen der BASF zu beugen. Suhr kritisierte aber auch SPD und Linke: "Sozialdemokraten und Linke haben es in acht gemeinsamen Regierungsjahren von 1998 bis 2006 nicht einmal geschafft, die landeseigenen Flächen in den Pool der gentechnikfreien Regionen einzubringen. Dies wäre jetzt die Aufgabe von Landwirtschaftsminister Backhaus, wenn die SPD mit ihrer neuen angeblich gentechnik-kritischen Position ernst genommen werden will. Bisher hat Minister Backhaus eine typische wankelmütige SPD-Strategie gezeigt, mal gegen Gentechnik, mal für Gentechnik, mal Entscheidungsrecht für die Bauern, je nachdem mit wem er gerade gesprochen hat. Dieses herumeiern der SPD muss endlich ein Ende haben. Noch sind 7 Monate Zeit zum Handeln bis zu den Landtagswahlen und an dem konkreten Handeln ihres Ministers werden wir die SPD messen“, betonte Suhr.

 

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