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Donnerstag, den 12. August 2010, Gruene-LV, Pressemitteilung, Gesundheit Soziales

Kein Anlass zum Jubeln

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur grotesken Gesundheitsstudie der Sporthochschule Köln 

Die Studie der Sporthochschule Köln zum gesunden Lebensstil in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kein Beleg für eine gute Gesundheitspolitik der Landesregierung. „Aussagen und Methodik der Studie sind absolut grotesk. So etwas darf man nicht – wie jetzt Sozialministerin Manuela Schwesig – zum Anlass von Jubelmeldungen nehmen“, kritisierte Silke Gajek, Landesvorsitzende der Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie zeige vor allem, wie stark die Gesundheit von den sozialen Verhältnissen der Menschen abhängig ist. Die Landesregierung müsse daher deutlich mehr für die zielgerichtete Prävention insbesondere auf kommunaler Ebene tun, forderte Grünen-Politikerin Silke Gajek.

Gajek bezeichnete die Kölner Studie als oberflächlich. „Die Gesundheitsdaten über Mecklenburg-Vorpommern zeigen das absolute Gegenteil dessen, was die Studie behauptet“, so Silke Gajek. Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern sei im Bundesvergleich besonders hoch. Das gelte auch für die Raucherquote im Land. Bei der alkoholbedingten Sterblichkeit liege das Land sogar an der Spitze. In Mecklenburg-Vorpommern lebten zudem die meisten Übergewichtigen. Die Lebenserwartung sei in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit am geringsten. Auch würden in Mecklenburg-Vorpommern besonders häufig Gesundheitsleistungen und Medikamentenverschreibungen in Anspruch genommen.

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