Landesregierung muss gegen Kopfpauschale kämpfen
Die Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern fordern die Landesregierung auf, im Bundesrat Widerstand gegen die schwarz-gelbe Gesundheitsreform zu leisten. „Statt mit dem Finger allein auf Berlin zu zeigen, sollte Sozialministerin Manuela Schwesig auch dafür sorgen, dass die Landesregierung im Bundesrat Widerstand leistet“, erklärt Silke Gajek, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Es gehe nicht nur um die Benachteiligung bei den Ärztehonoraren oder Krankenhausvergütungen, sondern vor allem um den von Union und FDP geplanten Ausstieg aus der solidarischen Krankenversicherung, betonte Gajek.
Gajek forderte von der Landesregierung mehr Engagement für eine bessere Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Dies sei nicht allein Aufgabe der Akteure im Gesundheitswesen. So solle sich die Landesregierung mehr gegen den Mangel bei Allgemeinmedizinern engagieren. „Dies darf nicht nur der Kassenärztlichen Vereinigung übergeholfen werden“, so Gajek. Auch die Krankenhausplanung müsse endlich reformiert werden. Hierüber werde seit Jahren diskutiert, ein Gesetzentwurf liege aber immer noch nicht vor.
„Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels muss mehr für neue, sektorübergreifende Versorgungsformen getan werden. Hier könnte das Land etwa durch Anschubfinanzierung Unterstützung für den Aufbau von Ärztenetzen leisten", sagt die grüne Landesvorsitzende."

