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Dienstag, den 26. Juli 2011, Pressemitteilung, Umwelt, Energie und Verkehr, Gruene-LV, Silke Gajek, Jürgen Suhr

Neuer Stellenwert für Naturschutz nötig

Die starken Überschwemmungen infolge des Starkregens zeigen: Der Flächenverbrauch muss reduziert werden.

Foto: sumo4fun by flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Nach den starken Überschwemmungen der vergangenen Tage fordern die Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern eine Reduzierung des Flächenverbrauchs und eine Stärkung natürlicher Wasserpuffer. Dazu gehören insbesondere Wald- und Moorflächen sowie das Grünland.

„Zum Schutz der Bevölkerung und als Reaktion auf die klimatischen Veränderungen müssen wir in Mecklenburg-Vorpommern unsere Strategie zum Natur- und Grünlandschutz neu überdenken“, sagt Silke Gajek, Spitzenkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen. „Wir können nicht weiter unbeirrt Flächen versiegeln, ohne entsprechende Ausgleichsflächen zu schaffen. Das Grünland ist ein natürlicher Speicher. Doch trotz Umbruchverbot verringert sich die Grünlandfläche in Mecklenburg-Vorpommern. Gab es vor zehn Jahren noch 280.000 Hektar Dauergrünland, sind es inzwischen nur noch 265.000.“

Es gäbe zwar die Möglichkeiten mittels Regenrückhaltebecken und Auffangmöglichkeiten einen künstlichen Ausgleich zu schaffen, dies wäre jedoch nur eine temporäre Lösung. „Je mehr Grünflächen wir der Natur entziehen, desto mehr Auffangmöglichkeiten müssen wir installieren. Dies ist nicht nur aus Naturschutzgründen zu kritisieren, sondern auch aus finanzieller und agrarökonomischer Sicht problematisch“, fügt der Landesvorsitzende und Grüne-Spitzenkandidat Jürgen Suhr an.

Maßvolle Nachverdichtung im Siedlungsbestand und die Nutzung von ehemals bebauten Brachflächen müssten Priorität haben, so die Grünen. Suhr verwies darauf, dass durch die Landes– und Regionalplanung übergeordnete Planungsträger Möglichkeiten hätten, Vorschriften mit Bodenschutzwirkung zu erlassen. „Der Landes- und Regionalplanung kommt eine entscheidende Bedeutung zu, denn die Bauleitpläne sind an die Ziele der Raumordnung anzupassen. Die Landesregierung kann also durchaus verbindlichen Einfluss nehmen und Flächen schützen, auch Flächenversiegelung vorbeugen. Dies geschieht bis heute völlig unzureichend.“

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