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Donnerstag, den 31. März 2011, Gruene-LV, Pressemitteilung, Umwelt, Energie und Verkehr, Lubmin, Jürgen Suhr

Scharfe Kritik der Grünen an EWN-Manager Cordes: Ignoranz und Arroganz

Bundeseigenes Zwischenlager ignoriert politischen Willen des Landes

Landesvorsitzender Jürgen suhr

Die Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern haben mit Unverständnis auf die Stellungnahme des Geschäftsführers der Energiewerke Nord, Henry Cordes, reagiert. „Die EWN setzen offensichtlich alles daran, gegen den klaren politischen Willen im Land und gegen die Interessen vieler Bürger die bisherige Befristung der Einlagerung aufzuheben und das Zwischenlager Nord auszubauen“, sagte Jürgen Suhr, Landesvorsitzender der Grünen.  

Henry Cordes dokumentiere durch seine Reaktion, wie fahrlässig er mit Sicherheitsaspekten umgeht. „Ich halte das für unverantwortlich“, sagte Suhr: „Es liegt ein Rechtsgutachten vor, welches die Sicherheit des ZLN bezweifelt, diese fundierten Zweifel werden von Cordes einfach als ‚locker komponierte Auftragsarbeit‘ weggewischt. Angesichts der aktuellen Atomkatastrophe in Fukushima fehlt Herrn Cordes offensichtlich jegliche Sensibilität und Ernsthaftigkeit. Ich kann das nur ignorant und arrogant nennen. Wann stellt die EWN endlich Gewinnmaximierung in den Hintergrund und die Sicherheit und Interessen der Menschen in den Vordergrund?“

Die Grünen fordern EWN und Bundesregierung dazu auf, endlich offen und transparent zu agieren: „Es ist absolut unakzeptabel weiterhin jegliche Auskunft zu neun neuen vorliegenden Anfragen und Angeboten, die von der EWN derzeit bearbeitet werden, zu verweigern. Und es ist schon abstrus, dass eine bundeseigene Gesellschaft androht gegen den einvernehmlichen politischen Willen des Landes zu klagen, ohne dass die Bundesregierung als Eigentümerin der EWN dagegen etwas tut. Hier fehlt jegliche Glaubwürdigkeit“

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