Solidarsystem immer noch nicht auf dem Laufenden
Zum Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung erklärte Kerstin Felgner, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN M-V: „Man müsste nicht Inklusion ,spielen‘, wenn es in der Gesellschaft insgesamt selbstverständlicher wäre, Menschen mit Handicap als gleichberechtigte Partner_innen ständig neben sich zu haben.“ Seit 1993 wird weltweit am 3. Dezember der Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern machen an diesem Tag viele Institutionen auf die Rechte und Gleichberechtigung der Menschen mit Handicap aufmerksam. Rund 291.000 Menschen mit Behinderung leben in Mecklenburg-Vorpommern (Stand Ende 2009). „Ein nicht unerheblicher Anteil der hiesigen Bevölkerung. Dass da immer noch keine – eigentlich selbstverständliche - Normalität im Umgang miteinander besteht, ist nicht zu verstehen. Barrierefreiheit ist da nur einer der Punkte. Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung heißt andererseits auch, ihnen Möglichkeiten zu verschaffen, damit sie je nach Handicap dieses kompensieren können. Beispielsweise einer/m Hörgeschädigten muss die entsprechende Technik zur Verfügung gestellt werden, die passend ist, und nicht die kostengünstigste. Da sind die Krankenkassen und unser Solidarsystem immer noch nicht auf dem Laufenden. Es ist allerhöchste Zeit, dass da umgedacht wird.“

