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Dienstag, den 20. Dezember 2011, Pressemitteilung, Gruene-LV

Von der Kunst des Schenkens

Haben Sie schon alle Geschenke? Und Chantal wird hoffentlich nicht die Nase rümpfen, weil Sie bei der Wahl des Geschenkes gar nicht auf dem Laufenden waren? Und an die Oma haben Sie auch gedacht?

Der Wunschzettel der lieben Kleinen ist oft lang und nicht immer bescheiden. Das ist ein oft beklagtes Problem im Zusammenhang mit Geschenken. Und wie sieht es erst mit all den kleinen Wichtelgeschenken, dem alljährlichen Rätseln um das passende, kleine Geschenk für Onkel Horst und die nette Kleinigkeit für die Weihnachtsfeier des Malkurses aus? Dafür gehen wir dann schnell mal in den Discounter nebenan oder in einen der wunderbaren Ramsch-Läden um die Ecke, die absolute Schnäppchen für kleines Geld versprechen. Führen wir uns dabei immer vor Augen, dass diese Produkte, die dort verkauft werden, ökologisch und sozial bedenklich hergestellt werden? Wie kann eine wunderschöne, handgeschnitzte Mini-Weihnachtsyramide für 7,99 Euro produziert, transportiert und vertrieben werden, ohne dass zumindest die Arbeitskräfte dabei beinahe leer ausgehen? Und obendrein wird nach dem Fest trotzdem mancherorts das eine oder andere Geschenk in irgendeiner Ecke landen… 

Das kann man nicht vermeiden, aber mit wirklich verantwortlich gekauften Geschenken kann man dieser Vorstellung von Verschwendung den Schrecken nehmen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht beispielsweise bei einem Eine-Welt-Versand oder im Eine-Welt-Laden diese netten Kleinigkeiten zu kaufen? Sicher sind diese dann geringfügig teurer. Aber oft viel schöner, weil sie aus ordentlichen Materialien unter weniger Zeitdruck gefertigt werden. Zusätzlich geht das Geld direkt an die Produzierenden. Gerechter Lohn für anständige Arbeit – ein Thema, das uns nicht nur beschäftigen sollte, wenn es um uns selbst geht, sondern auch dann, wenn die Arbeit in Thailand oder Kenia geleistet wird. Fair gehandelte Produkte kann man übrigens vielerorts das ganze Jahr über kaufen. Außer kleinen Geschenken gibt es Kleidung, Nahrungsmittel, Schokolade und vieles andere. Für uns ist es ein gutes Gefühl, Dinge zu kaufen, die irgendwo auf der Welt jemandem eine gerechte Chance geben. Versuchen Sie es auch! In diesem Sinne: Ein frohes Fest für Sie alle und eine guten Rutsch ins neue Jahr!

(Gastkolumne Sonntagsblitz, 18. Dezember 2011)

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