Amflora: Diskutiere mit BASF

BASF baut in Mecklenburg-Vorpommern die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffel Amflora an. BASF ist natürlich der Auffassung, dass das alles komplett harmlos ist.
Was kannst Du tun?
BASF möchte gerne über die Amflora diskuieren. Auf deren Webseite kann man (auch kritische) Kommentare hinterlassen. Aber auch auf unserer Webseite versucht die BASF, die Amflora zu verharmlosen ("Sturm in Wasserglas. Gentech ist fester Bestandteil unseres Alltags.") Zeigen wir BASF, wer die besseren Argumente hat.
Was ist Amflora?
Die Genkartoffel Amflora wurde von der BASF entwickelt, um eine hohe Konzentration an Amylopektin zu erreichen. Kartoffelstärke besteht zu etwa drei Vierteln aus Amylopektin und zu etwa einem Viertel aus Amylose. Amflora ist gentechnisch so verändert worden, dass sie überwiegend das von der Industrie genutzte Amylopektin produziert. Die Bildung von Amylose unterbleibt. Im März 2010 hat die BASF eine Genehmigung für den Anbau der Amflora, für ihre industrielle Verwertung und die Verwendung als Futtermittel erhalten. Auch Verunreinigungen von Lebensmitteln bis 0,9 Prozent wurden erlaubt.
Warum sind wir gegen die Amflora?
Das Hauptrisiko bei einem Anbau von Amflora liegt in der Verunreinigung der Lebens- und Futtermittelkette. Amflora hat jedoch hierfür keine Zulassung. Eine strikte Trennung der Gentech-Stärkekartoffel von Speisekartoffeln im Anbau, beim Transport und in der Verarbeitung ist nicht möglich.
Außerdem: Die Genkartoffel der BASF enthält als Marker ein Antibiotikaresistenz-Gen. Solche Markergene dienen dazu, jene Pflanzenzellen zu finden, die das neue Gen aufgenommen haben, das schließlich die gewünschten Eigenschaften auslöst. Zu befürchten steht, dass beim Verzehr der Genkartoffel das Antibiotikaresistenz-Gen auf Bakterien übertragen wird, die im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier leben. Bakterien mit Antibiotikaresistenz-Genen können dazu führen, dass Krankheiterreger gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich werden und damit nicht mehr mit diesen Antibiotika bekämpft werden können. Eines der Antibiotika, gegen die das Resistenzgen wirkt, ist Kanamycin. Es wird in der Liste der wichtigsten Medikamente der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Reserveantibiotikum gegen mehrfachresistente Tuberkulose aufgeführt.