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Dienstag, den 22. Februar 2011

Öko-Hühnerhaltung: MV bekommt die Quittung für fehlende Weichenstellungen

Nachfrage steigt - Angebot sinkt! Backhaus stellt die Weichen für immer weniger Öko-Legehennen in MV

Trotz der rasant ansteigenden Nachfrage nach Bioprodukten hat Mecklenburg-Vorpommern einen besonders starken Einbruch bei der Bio-Legehennehaltung zu verzeichnen. Während bundesweit die Bio-Legehennenplätze um weniger als vier Prozent zurückgingen, betrug der Rückgang in MV rund 17 Prozent. „Mecklenburg-Vorpommern hat die Chance, die Weichen auf Ökohaltung zu stellen, die sich mit dem Ende der herkömmlichen Käfighaltung in den letzten Jahren ergeben hat, nicht genutzt“, kritisiert Claudia Schulz, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen. “Selbst von einem gleichberechtigtem Nebeneinander der Förderung von ökologischer und konventionell Haltung kann in Mecklenburg-Vorpommern keine Rede sein.“

Schulz verweist dabei auf die vom Landwirtschaftsminister Backhaus herausgegebene Informationsbroschüre "Leitfaden zur Entwicklung der Legehennenhaltung in Mecklenburg-Vorpommern". Das Ministerium hält es nicht einmal für nötig, die ökologische Haltung als eigenständige Haltungsform aufzuführen. Obwohl dabei ganz andere Anforderungen und Richtlinien gelten als beispielsweise bei der Freilandhaltung.

„Die Landesregierung muss ihre derzeitige Beliebigkeit bei der Entwicklung der Landwirtschaft aufgeben. Mecklenburg-Vorpommern braucht ein klares zukunftsfähiges Leitbild für die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums“, fordert Schulz. „Während die Nachfrage nach Bioprodukten rasant ansteigt, bleibt der Ökolandbau in MV wegen unzureichender Förderung weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.“

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